Monatsarchiv: November 2008

Meine Begeisterung für F.P. Journe

Nach Verfassen meines Uhren-Wiki-Artikels über F. P. Journes Wunder-Chronographen Centigraphe Souverain‎ habe ich gerade mit Verblüffung festgestellt, daß es sich dabei um den ersten überhaupt in deutscher Sprache im Web stehenden Beitrag zu dieser spektakulären Uhrenneuerscheinung handelt. Des weiteren habe ich herausgefunden, daß F. P. Journe bislang keine direkte Vertretung hier in Deutschland hat; zumindest nennt er keine auf seiner Webseite.

Ich muß zugeben, daß ich in den letzten Tagen und Wochen regelrecht süchtig nach seiner Art Uhren geworden bin. Dies ist, um es klar zu sagen, eine der absoluten Spitzenmarken geworden — Uhrmacherkunst und Inspiration auf allerhöchstem Niveau, und eine ästhetische Klasse für sich selbst.
Ja, ja, ich weiß: Für den Laien ist Rolex das Größte, und für den vermeintlichen Kenner sind es Patek Philippe oder A. Lange & Söhne, aber beide Kategorien von vermeintlichen Uhrenkennern sind einfach noch etwas hintendran…

Hier die Zifferblatt- und Rückseite des Chronomètre à Résonance. Weitere Modelle siehe Uhren-Wiki über F.P. Journe.

Alle Bildrechte: F.P. Journe

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Geschmackvolle Uhren von Davidoff

Die meisten Werbeunterlagen, die ich von Lifestyle-Herstellern über ihre Uhrenreihen bekomme, wandern bei mir sofort in den Abfall. Weil diese Uhren praktisch nie authentisch sind, sondern nur irgendwelche bereits vorhandenen Gestaltungsideen aus der Haute Horlogerie abkupfern, und, schlimmer noch, weil die Uhren immer zugleich zu teuer sind (man zahlt eben für den schon bekannten Namen, die „Weltmarke“) und, am allerschlimmsten, weil sie meistens durchweg mit Quarzwerken versehen sind. Ich wundere mich dann immer, wieso die Absender auf die Idee kommen konnten, ich wäre an so etwas interessiert. Nun, sie lesen eben ohnehin nicht, was ich schreibe; sie schauen gar nicht wirklich hin, und sie denken auch nicht mit.

Heute erhielt ich Post von Davidoff. „Oh je, die Zigarrenfirma! Jetzt meinen die auch noch, Uhren produzieren zu müssen!“ war meine erste Reaktion. „Sicher auch wieder das Gewohnte, und wieder mit Quarzwerken.“

Als ich dann noch näher hinschaute und die Uhren betrachtete, war ich nicht nur angenehm überrascht — ich war fasziniert und beeindruckt. Zum einen, weil es sich um solide, gute Mechanikuhren handelt. Zum anderen, weil sie einfach bildschön und sehr intelligent gestaltet sind. Man meint immer, schon alles gesehen zu haben, aber diese Modelle haben noch etwas Eigenes, Zeitloses, Klassisches, das mir gut gefällt. Irgendwie treffen sie genau meinen Geschmack. Daher hier zwei Bilder. Im Uhren-Wiki gibt es dann noch mehr zu lesen (siehe: Davidoff).

Als Nichtraucher finde ich es auch sehr positiv, daß keinerlei Geschäftsverbindung mehr mit dem Rauchwarenhersteller besteht (es sind inzwischen zwei völlig unabhängige Firmen). Und gegen den besonders lebensfrohen, genießerischen, aber zugleich auch zurückhaltend-wählerischen Stil des Unternehmensgründers habe ich ohnehin nicht das geringste, sondern empfinde ihn einfach nur als vorbildlich. Das genau ist der Unterschied zwischen „Lifestyle“ und echtem Lebensstil.

Alle Bildrechte: Zino Davidoff

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Hublot Big Bang „Bullet Bang“

Warum nicht mal ein Video einfügen, wo ich doch gerade eben einen entsprechenden Beitrag zu dieser Uhr im Uhren-Wiki ausgearbeitet habe?

Von allen „Big Bangs“ kann es sehr gut diejenige sein, die mir bislang am besten gefällt. Die Verwendung des neuen Materials Cermet muß man als genial bezeichnen, denn es ist nicht nur extrem widerstandsfähig und eignet sich daher viel besser als alle bislang üblichen (unbearbeiteten) Metalle für die Produktion des Gehäuses und insbesondere der Lünette. Sondern es hat auch noch eine sehr wertige und gleichzeitig hintergründig-geheimnisvolle Anmutung. Kein anderer Werkstoff dieser Stabilität und Robustheit ähnelt derart dem Gold. (Cermet läßt sich übrigens weitgehend in der Farbgebung variieren, ganz im Gegensatz zu den allermeisten Metallen.)

Um die Uhr noch weiter zu loben: Sie hat nicht, wie andere Modelle der Reihe „Big Bang“, „Bigger Bang“, „Bat Bang“ usw., die Tendenz zum Schnickschnack, zu überflüssiger Verspieltheit oder zu irgendwelchen abstrusen Extremen wie etwa einem völlig unleserlichen Zifferblatt oder papagaienartiger Farbzusammenstellung usw. Sie ist im wahrsten Sinne des Wortes „aus einem Guß“, eben einfach nur in Schwarz und Cermet-Gold, und dadurch viel kraftvoller und eindeutiger.

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Junge Uhrmacher und Marken der Top-Klasse

Zur angekündigten neuen Richtung meiner Beiträge zählen etliche Neueinträge im Uhren-Wiki über junge Uhrmacher und Marken der Top-Klasse. Zu diesen gibt es zwar im englischen Sprachbereich schon einiges zu finden, aber Deutschland hat sich diesbezüglich noch konservativ verschlossen. Im Grunde verharrt man noch auf einem Stand von vor 10 Jahren: einerseits klassischer (A. Lange) oder klassisch-moderner (Nomos) Stil, andererseits die übliche Protzerei mit überdimensionalen Gehäusen. Wie in meinem ZEITGEFÜHL-Beitrag zu HD3 Complication ausgeführt, gibt es bei einigen neuen Herstellern einen interessanten Trend zur Umdeutung von Zeitmessern und zu einer ganz neuen Auffassung von Sinn und Zweck der Uhr.

Es ist frappant, wieviele neue Anstöße es in der Schweiz in den letzten Jahren gegeben hat und weiter gibt. Hier die Namen, die ich neben HD3 zuletzt ins Uhren-Wiki aufgenommen habe (und wo noch viel zu ergänzen wäre): Richard Mille, Vianney Halter, MB&F, Urwerk, Speake-Marin, Hautlence, Cvstos, Hysek, Jean Dunand, McGonigle, Volna und die schon länger in dieser Sparte tätigen F. P. Journe und Harry Winston. Es gibt aber noch mehr, und die werden auch noch dazukommen.

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Jaeger-LeCoultre

Die von mir überaus geschätzte Uhrenmanufaktur Jaeger-LeCoultre hat mir die Erlaubnis zur Verwendung von Bildmaterial im Uhren-Wiki erteilt. Ich bin gerade dabei, die Modellpalette von JLC im Wiki zu erweitern. Angefangen habe ich mit der Reverso; es werden noch zahlreiche weitere Modelle mit Bildern hinzukommen.

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Hintergrundbeitrag und Reflexionen zu Hysek’s HD3

Soeben habe ich ins ZEITGEFÜHL einen Hintergrundbeitrag mit Reflexionen zu Jörg Hyseks HD3 Complication eingestellt (siehe „Dossier“). Das ist der Vorteil vom ZEITGEFÜHL-Magazin: ich kann hier meinen Assoziationen und Nachforschungen freien Lauf lassen und auch einmal nach Lust und Laune improvisieren. Heraus kommen dabei auch Reflexionen, die von Begegnungen mit Marken und Machern angestoßen wurden und die sich von jeglichem „Uhrentagesgeschäft“ unterscheiden.

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Eine neue Richtung

Während ich alle drei vollen Tage auf der MunichTime verbracht habe, hat sich eine spannende Verschiebung meines Uhreninteresses abgespielt. Aufschlußreich waren dabei besonders Begegnungen mit neuen Marken wie Cvstos, aber vor allem mit HD3 Complication. Es ergaben sich längere Gespräche mit den Vertriebsleuten und ein interessantes Treffen mit Jörg Hysek, dem bekannten Uhrendesigner.

Alle Bildrechte: HD3 Complication

Ich habe jetzt schon einmal die wichtigsten Modelle von HD3 Complication ins Uhren-Wiki eingestellt (oben abgebildet: Bi-Axial Tourbillon und Capture 2 Rosegold) und etwas zum Herstellerportrait zusammengetragen. Als nächstes werde ich noch mehr über die Firma ins Zeitgefühl-Magazin schreiben, denn dort ist der beste Platz für eine eingehendere Darstellung.

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