Junghans ist offenbar gerettet

Normalerweise halte ich mich von den „allerneuesten“ Uhrennachrichten, die über die Ticker und über die entsprechend ausgerichteten Uhrenportale laufen, möglichst weit entfernt. Das meiste dort ist Klatsch, Tratsch und oberflächliches Tamtam. Aber diese Meldung ist mir hier einen Eintrag wert: Die von mir sehr geschätzte (und wegen ihrer falschen Modellpolitik lange Zeit hart kritisierte) Traditionsmarke Junghans ist offenbar gerettet (siehe z.B. hier). Und zwar auf die bestmögliche, von mir insgeheim erhoffte Art, nämlich nicht durch Übernahme seitens irgendeiner der in letzter Zeit allzu häufig auftretenden Heuschrecken, sondern durch einen einheimischen Unternehmer, der hier sein Herzblut investiert. Und genauso wichtige Nachricht: Auch die vielversprechende Qualitätsmarke Erhard Junghans kann nun ihren Weg fortsetzen, nämlich wieder echte mechanische Uhren zu bauen.

Meine erste Uhr ist (Anfang der 1960er Jahre) eine Junghans gewesen, damals natürlich mit Mechanikwerk. Merkwürdig, wie genau man sich dann sein Leben lang daran erinnert! Ich weiß sogar noch genau, wie ich damals mit dem Fahrrad zum Geschäft gefahren bin und mich für sie entschieden habe. Das ist eben immer auch eine emotionale Erfahrung, und es sind solche emotionalen Erfahrungen, weswegen ich heutzutage soviel Zeit in meine Uhrenseiten investiere.

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