Archiv der Kategorie: Uhrenmodelle

Der innovative Richard Mille

Ich habe die Infos über Richard Mille im Uhren-Wiki (Link -> Richard Mille) beträchtlich erweitert. Es sind nun Beiträge über so gut wie alle Modelle von ihm verfügbar, jeweils mit sehr guten Bildern.

Die Marke Richard Mille scheint mir im deutschen Bereich noch weitgehend unbekannt zu sein — was eigentlich eine Schande und kein gutes Zeugnis für unsere angeblichen Insider und Kenner darstellt. Ich zähle ihn zu den angesagtesten zeitgenössischen Herstellern, vielleicht kann man ihn sogar als aktuelle Nummer 1 bezeichnen.

Richard_Mille_RM_021

Alle Bildrechte bei Richard Mille

Das oben abgebildete Modell heißt RM 021 Tourbillon „Aérodyne“ und stammt von diesem Jahr. Die Grundplatine des Werks besteht aus einem wabenförmigen Material aus orthorhombischen Titanalumiden, einem bei Überschallflugzeugen verwenden Werkstoff (näheres darüber im Beitrag).

Kennzeichnend für Richard Mille ist, daß das Werk mit in die Zifferblattansicht einbezogen wird und sogar einen wesentlichen gestalterischen Aspekt der Uhr ausmacht. Mehr noch als bei einigen traditionellen Herstellern, die bei skelettierten Modellen einen Blick aufs Werk gestatten, stellt bei Richard Mille jede Uhr eine harmonische, wenngleich — für manche vielleicht gewöhnungsbedürftig — sehr futuristisch-technische Einheit dar. Wie die vielen Felipe Massa gewidmeten und von diesem auch bei F-1-Rennen getragenen Modelle beweisen, hat der Franzose ein Faible für allerschnellste Automobile, und so lassen sich seine Uhrenkreationen wohl auch am besten verstehen und einordnen, wenn man sie mit der jeweils aktuellsten Technik von Formel-1-Fahrzeugen vergleicht. Alte Überlieferungen und Anklänge an frühere Jahrhunderte, wie in der Uhrenwelt so häufig und als Kennzeichen von klassischer Wertigkeit noch immer sehr gefragt, wird man bei ihm deshalb nicht antreffen. Der Mann und seine Uhren leben nicht nur im Jetzt, sondern stehen immer einen Schritt weit bereits in der nahen oder ferneren Zukunft.

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Hublot macht weiter mit den Power-Uhren

Mir gefällt der konsequente Weg, den Hublot mit den Power-Modellen geht, speziell mit den extremen Serien All Black und King.

Der neue Foudroyante-Chronograph Hublot Big Bang King Power All Black ist eine logische Weiterentwicklung. Wem die Uhren zu absonderlich oder provozierend vorkommen, dem kann ich nur raten, sie sich einmal live anzuschauen und am eigenen Arm zu probieren: da relativieren sich schnell einige Vorurteile. Es geht hier einfach um das gewisse Etwas, und auf dem Gebiet ist Jean-Claude Biver, was Uhren anbelangt, nun mal der unbestrittene Meister.

Hublot_Big_Bang_King_Power_All_Black

Alle Bildrechte bei Hublot

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Interessante Luxusmodelle von Parmigiani

Parmigiani gehört zu meinen Lieblingsmarken: a) Authentische Manufaktur, b) sehr geschmackvolles, stilistisch ausgefeiltes Modelldesign, c) Bemühung um glaubwürdige Mechanikqualität (Qualité Fleurier mit viel besserem, härterem Chronometertest als bei der COSC: es werden nicht nur die ausgebauten Werke getestet, sondern Uhr + Werk), d) Parmigiani bleibt klassischen Werten treu und rennt nicht dem Brachial-Trend des klobigen Auftrumpfens hinterher.

Anders ausgedrückt: Mir gefallen seine Uhren; manches erinnert mich an Franck Muller zu dessen weniger exaltierten Zeiten. Wenn man seine Modelle live sieht, ist man verblüfft, wie gut und wertig sie aussehen. Leider sehen sie zu wenige — es ist eben keine Schickimicki-Trendmarke. Aber die eitlen, sonnenstudio-gebräunten Broker kaufen ja ohnehin kaum noch etwas — bleiben vielleicht die ernsthaften Freunde guter Mechanikuhren übrig …

Im Uhren-Wiki (siehe Feedeinblendung rechts) gibt’s neue Artikel zum Thema, mit weiteren schönen Uhrenbildern.

Parmigiani Toric Retrograde Perpetual Calendar

Alle Bildrechte bei Parmigiani

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Meine Begeisterung für F.P. Journe

Nach Verfassen meines Uhren-Wiki-Artikels über F. P. Journes Wunder-Chronographen Centigraphe Souverain‎ habe ich gerade mit Verblüffung festgestellt, daß es sich dabei um den ersten überhaupt in deutscher Sprache im Web stehenden Beitrag zu dieser spektakulären Uhrenneuerscheinung handelt. Des weiteren habe ich herausgefunden, daß F. P. Journe bislang keine direkte Vertretung hier in Deutschland hat; zumindest nennt er keine auf seiner Webseite.

Ich muß zugeben, daß ich in den letzten Tagen und Wochen regelrecht süchtig nach seiner Art Uhren geworden bin. Dies ist, um es klar zu sagen, eine der absoluten Spitzenmarken geworden — Uhrmacherkunst und Inspiration auf allerhöchstem Niveau, und eine ästhetische Klasse für sich selbst.
Ja, ja, ich weiß: Für den Laien ist Rolex das Größte, und für den vermeintlichen Kenner sind es Patek Philippe oder A. Lange & Söhne, aber beide Kategorien von vermeintlichen Uhrenkennern sind einfach noch etwas hintendran…

Hier die Zifferblatt- und Rückseite des Chronomètre à Résonance. Weitere Modelle siehe Uhren-Wiki über F.P. Journe.

Alle Bildrechte: F.P. Journe

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Geschmackvolle Uhren von Davidoff

Die meisten Werbeunterlagen, die ich von Lifestyle-Herstellern über ihre Uhrenreihen bekomme, wandern bei mir sofort in den Abfall. Weil diese Uhren praktisch nie authentisch sind, sondern nur irgendwelche bereits vorhandenen Gestaltungsideen aus der Haute Horlogerie abkupfern, und, schlimmer noch, weil die Uhren immer zugleich zu teuer sind (man zahlt eben für den schon bekannten Namen, die „Weltmarke“) und, am allerschlimmsten, weil sie meistens durchweg mit Quarzwerken versehen sind. Ich wundere mich dann immer, wieso die Absender auf die Idee kommen konnten, ich wäre an so etwas interessiert. Nun, sie lesen eben ohnehin nicht, was ich schreibe; sie schauen gar nicht wirklich hin, und sie denken auch nicht mit.

Heute erhielt ich Post von Davidoff. „Oh je, die Zigarrenfirma! Jetzt meinen die auch noch, Uhren produzieren zu müssen!“ war meine erste Reaktion. „Sicher auch wieder das Gewohnte, und wieder mit Quarzwerken.“

Als ich dann noch näher hinschaute und die Uhren betrachtete, war ich nicht nur angenehm überrascht — ich war fasziniert und beeindruckt. Zum einen, weil es sich um solide, gute Mechanikuhren handelt. Zum anderen, weil sie einfach bildschön und sehr intelligent gestaltet sind. Man meint immer, schon alles gesehen zu haben, aber diese Modelle haben noch etwas Eigenes, Zeitloses, Klassisches, das mir gut gefällt. Irgendwie treffen sie genau meinen Geschmack. Daher hier zwei Bilder. Im Uhren-Wiki gibt es dann noch mehr zu lesen (siehe: Davidoff).

Als Nichtraucher finde ich es auch sehr positiv, daß keinerlei Geschäftsverbindung mehr mit dem Rauchwarenhersteller besteht (es sind inzwischen zwei völlig unabhängige Firmen). Und gegen den besonders lebensfrohen, genießerischen, aber zugleich auch zurückhaltend-wählerischen Stil des Unternehmensgründers habe ich ohnehin nicht das geringste, sondern empfinde ihn einfach nur als vorbildlich. Das genau ist der Unterschied zwischen „Lifestyle“ und echtem Lebensstil.

Alle Bildrechte: Zino Davidoff

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Hublot Big Bang „Bullet Bang“

Warum nicht mal ein Video einfügen, wo ich doch gerade eben einen entsprechenden Beitrag zu dieser Uhr im Uhren-Wiki ausgearbeitet habe?

Von allen „Big Bangs“ kann es sehr gut diejenige sein, die mir bislang am besten gefällt. Die Verwendung des neuen Materials Cermet muß man als genial bezeichnen, denn es ist nicht nur extrem widerstandsfähig und eignet sich daher viel besser als alle bislang üblichen (unbearbeiteten) Metalle für die Produktion des Gehäuses und insbesondere der Lünette. Sondern es hat auch noch eine sehr wertige und gleichzeitig hintergründig-geheimnisvolle Anmutung. Kein anderer Werkstoff dieser Stabilität und Robustheit ähnelt derart dem Gold. (Cermet läßt sich übrigens weitgehend in der Farbgebung variieren, ganz im Gegensatz zu den allermeisten Metallen.)

Um die Uhr noch weiter zu loben: Sie hat nicht, wie andere Modelle der Reihe „Big Bang“, „Bigger Bang“, „Bat Bang“ usw., die Tendenz zum Schnickschnack, zu überflüssiger Verspieltheit oder zu irgendwelchen abstrusen Extremen wie etwa einem völlig unleserlichen Zifferblatt oder papagaienartiger Farbzusammenstellung usw. Sie ist im wahrsten Sinne des Wortes „aus einem Guß“, eben einfach nur in Schwarz und Cermet-Gold, und dadurch viel kraftvoller und eindeutiger.

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Hintergrundbeitrag und Reflexionen zu Hysek’s HD3

Soeben habe ich ins ZEITGEFÜHL einen Hintergrundbeitrag mit Reflexionen zu Jörg Hyseks HD3 Complication eingestellt (siehe „Dossier“). Das ist der Vorteil vom ZEITGEFÜHL-Magazin: ich kann hier meinen Assoziationen und Nachforschungen freien Lauf lassen und auch einmal nach Lust und Laune improvisieren. Heraus kommen dabei auch Reflexionen, die von Begegnungen mit Marken und Machern angestoßen wurden und die sich von jeglichem „Uhrentagesgeschäft“ unterscheiden.

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